Dampfkessel sind sehr flexibel einsetzbar. Mit Dampf lassen sich verschiedene Prozesse beheizen und der Dampf kann in Turbinen in elektrische Energie umgewandelt werden. Hierbei sind nahezu alle möglichen Szenarien kombinierbar.

Wir kombinieren die Kesselsysteme mit unseren verschiedenen flexiblen Kablitz-Feuerungssystemen und bieten unseren Kunden damit ein optimales System aus einer Hand.

Gerne liefern wir die komplette Technologie für ein Heizkraftwerk: von der Brennstofflager bis zum Kamin, inkl. Stromerzeugung und Wärmebereitstellung – genau auf Ihre Bedürfnisse angepasst.

Für jeden Anwendungsfall liefern wir verschiedene Kesselbauarten:

  • Klassische vertikale Wasserrohrkessel für Biomasse für bis ca. 120 MW, mit Drücken bis ca. 100 bar und 520°C

  • Horizontale Wasserrohrkessel, auch Tailend-Kessel genannt, setzen wir für die Verbrennung von Altholz und RDF/SRF ein

  • Rauchrohrkessel mit einem Kühlschirm aus Wasserrohren (Kombikessel) für Drücke bis ca. 40 bar und 40 t/h Dampfleistung

Referenzanlagen

Goch
Goch (Deutschland) Biomasse-Heizkraftwerk mit Vertikalzugkessel Zur wirtschaftlichen Erzeugung von Strom und Wärme plante ein großer deutscher Energieversorger ein Biomas- se-Heizkraftwerk mit Prozessdampfauskopplung für einen Kartoffelveredelungsbetrieb. Das Hauptaugenmerk für die Konzeptfindung dieser KWK-Anlage war es, aufgrund des schwankenden Wärmebedarfs eine möglichst hohe Flexibilität zu bieten.

Im Sinne der Flexibilität wurde auch großer Wert auf die Brennstoffflexibilität gelegt, um auf alle Fälle vorbereitet zu sein. Aus diesem Grund wurde ein Dampf-Luftvorwärmer installiert, der eine schnelle und exakte Temperaturregelung ermöglicht und zusammen mit dem Economiser zusätzlich auch für einen guten Anlagenwirkungsgrad sorgt. Durch die die Flexibilität der Feuerung und der Turbine sowie der konstruktiven Maßnahmen zur Senkung des Korrosionsrisikos, arbeitet die Anlage in allen Betriebszuständen wirtschaftlich und zuverlässig. Das optimale Konzept der Kraft-Wärme-Kopplung beweist sich in der Praxis:

Unter der Woche beliefert das Kraftwerk die benachbarte Kartoffelveredelungsfabrik mit günstigem Prozessdampf, sodass ca. 5,0 MW elektrische Energie erzeugt werden, wohingegen am Wochenende ohne Wärmeabgabe eine erhöhte elektrische Leistung von ca. 7,2 MW produziert werden kann.
TECHNISCHE DATEN
Wiesbaden
Wiesbaden (Deutschland) Biomasse-Heizkraftwerk mit Horizontalzugkessel Ein deutscher Energieversorgungsbetrieb betreibt an diesem Standort eine Anlage nach dem Prinzip der Kraft- Wärme-Kopplung (KWK), sodass er sowohl Strom erzeugen als auch das kundeneigene Fernwärmenetz mit Wärmeenergie versorgen kann. Der Betrieb der Anlage erfolgt im Sommer stromgeführt (also mit Fokus auf eine möglichst hohe Stromerzeugung) und im Winter wärmegeführt mit Fokus auf das Fernwärmenetz.

Für den Kunden war es vor allem wichtig, Strom und Wärme mit optimalen Wirkungsgraden zu erzeugen und die geforderten Emissionswerte nicht nur einzuhalten, sondern diese sogar deutlich zu unterschreiten.

Dafür kommen neben einer mehrstufigen Selektiven Non- Katalytischen Reduktionsanlage (SNCR) mit akustischer Temperaturmessung auch ein aufwändiges Rauchgasreinigungssystem mit Verdampfungskühler und einer Trockensorption mit Additivzugabe von Kalkhydrat und Herdofenkoks zum Einsatz. Der Dampferzeuger in Horizontalbauweise wurde aufgrund des verunreinigten Brenn- stoffs zudem so konstruiert, dass Korrosions- und Erosionsrisiken minimal sind, im Zweifel aber ein Austauschen der Heizflächen leicht und schnell möglich ist.
TECHNISCHE DATEN
Czarna Woda
Czarna Woda (Polen) Biomasse-Heizwerk mit Sattdampferzeuger Ein deutscher Dämmstoffproduzent wollte an seinem Standort in Polen seinem grünen Image gerecht werden und seine Energieversorgung von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien umstellen.

Der von Kablitz umgesetzte Naturumlauf-Dampferzeuger wurde als Kombination aus Wasserrohr- und Rauchrohrverdampfer ausgeführt. Das Rauchrohr wurde in diesem Fall um eine zweite Trommel erweitert. Diese Obertrommel wird aufgrund des Dampfdrucks und der (für Rauchrohrtrommeln) hohen Kesselleistung benötigt, um für ein ausreichend großes Volumen zu sorgen.
Zur Steigerung des Wirkungsgrads wurde darüber hinaus ein Economiser nachgeschaltet. Zudem verfügt die Anlage über eine Flugascherückführung, um den Ausbrand zu verbessern und den Brennstoff optimal auszunutzen. Um eine möglichst lange Verfügbarkeit zu ermöglichen, wurden zur Reinigung der Überhitzer-, Rauchrohr- und Economiserheizflächen jeweils besondere Rußbläsersysteme eingesetzt, wodurch die Kesselanlage vollautoma- tisch während des laufenden Betriebs gereinigt werden kann.
Durch den Umstieg auf erneuerbare Energieträger und die Nutzung von Produktionsabfällen spart das Unternehmen nicht nur langfristig Geld, sondern trägt auch einen Teil zu einer sauberen Umwelt bei.
TECHNISCHE DATEN
permuco
Permuco (Chile) Biomasse-Heizkraftwerk mit Vertikalzugkessel Ein großer deutscher Zuckerhersteller beabsichtigte für sein Werk in Chile die Errichtung eines Kraftwerks zur Eigenenergieversorgung. Hierfür benütigt er Prozessdampf für seine Produktion sowie Strom, um die Anlage im Inselbetrieb zu betreiben und unabhängig vom örtlichen Stromnetz zu sein.

Zusätzlich stellte sich noch die Aufgabe, dass zu dem Holzschreddergut noch bis zu 20 % Steinkohle mitverfeuert wird sowie eine Wärmeleistung von 4,5 MW mit Biogas erzeugt werden soll.

Der Biomasse-Brennstoff wird mit einem Förderer zur Feuerung transportiert. Neben dem Biomasse-Brennstofflager befindet sich noch einen Kohlebunker aus dem über Schnecken zusätzlich die Steinkohle dosiert auf den Förderer gegeben wird. Das Biogas wird mit einem eigens dafür vorgesehen Brenner im ersten Kesselzug thermisch verwertet.

Ein weiteres Highlight neben der Multifuel-Technologie ist die Kesselkonstruktion. Aufgrund der hohen seismischen Aktivitäten in dieser Region, wurde der Kessel als hängender Kessel ausgeführt, um so erdbebenbedingt auch stärksten Schwingungen standhalten zu können.
TECHNISCHE DATEN
Incheon
Incheon (Korea) Altholz-Dampfkessel mit Thermalölerhitzer Die Herausforderung bei diesem Projekt für einen der größten Holzwerkstoffproduzenten in Korea war es, Produktionsabfälle aus der MDF-Produktion in einer kombinierten Heißdampf-Thermalöl-Kesselanlage mit nur einer gemeinsamen Feuerung zu verwerten.
Eine weitere Besonderheit dieser Anlage ist der wassergekühlte Vorschubrost Typ 715, der aufgrund des sehr hohen Heizwerts des Altholzes zum Einsatz kommt.

Kablitz hat eine äußerst flexible Anlage geliefert. Der Kunde kann seine diversen Produktionsabfälle entweder über den wassergekühlten Rost oder die Staub-/Granulatdüsen verbrennen. Der Dampfkessel liefert Frischdampf für eine Turbine zur Energieerzeugung sowie für Prozesswärme und der Thermalölkessel liefert über eine 300 m lange Ringleitung Wärmeenergie an zwei MDF-Pressen.
Durch die energetische Verwertung der Reststoffe aus der Produktion erzeugt sich der Kunde umweltfreundliche Energie. Er kann mit nur einer Anlage Dampf für seine Stromerzeugung als auch heißes Thermalöl produzieren und dadurch seine Abhängigkeit von Öl reduzieren.
Die Kombination aus Rostfeuerung und Staub-/Granulatdüsen erlaubt eine rasche Anpassung der Leistung an Schwankungen der Wärmeabnehmer.
TECHNISCHE DATEN