Ursprünglich wurden Thermalölanlagen nur ausschließlich zur Wärmeübertragung für industrielle Zwecke gebaut. Seit einigen Jahren werden Thermalölanlagen auch zusammen mit ORC-Modulen eingesetzt, die Strom und Fernwärme erzeugen.

Thermalölanlagen haben gegenüber Dampfkesseln einige Vorteile:

  • Sie arbeiten mit niedrigen Drücken

  • Das Thermalöl bleibt bei allen zulässigen Temperaturen – je nach Sorte bis ca. 315°C – flüssig

  • Sie sind weniger wartungsintensiv

  • Sie benötigen für den Betrieb keinen geprüften Kesselwärter

Wir liefern die Thermalölerhitzer ab einer Leistung von ca. 5 MWth und kombinieren diese mit unseren verschiedenen flexiblen Kablitz-Feuerungssystemen.

Gerne liefern wir die komplette Technologie für ein Heizkraftwerk: von der Brennstofflager bis zum Kamin, inkl. Stromerzeugung und Wärmebereitstellung – genau auf Ihre Bedürfnisse angepasst.

Dank unseres Knowhows können wir als eine der wenigen Firmen weltweit auch Thermalölkessel mit Abfallverbrennung anbieten.

Referenzanlagen

Volos
Volos (Griechenland) Biomasse-Kraftwerk mit Thermalölerhitzer In der Nähe der griechischen Hafenstadt Volos wurde für einen griechischen Chemiekonzern ein Thermalölerhitzer mit ORC-Modul zur Stromerzeugung errichtet.

Das Feuerungssystem wurde hier für eine Vielzahl von Agrarbrennstoffen ausgelegt, wodurch die Anlage auf mögliche Änderungen der Brennstoffe in der Zukunft gut vorbereitet ist. Ebenfalls hilfreich für die Flexibilität der Multifuel-Anlage sind die beiden Granulatdüsen mit einer kombinierten Gesamtfeuerungsleistung von 10,0 MW, die es ermöglichen die Feinanteile der Brennstoffe separat oberhalb der Rostfeuerung einzudüsen und zu verbrennen.Dadurch können Staubansammlungen in der Brennstoffaufgabe vermieden und dadurch das Risiko für Staubexplosionen deutlich gemindert werden. Gleichzeitig ermöglichen die Granulatdüsen kürzere Reaktionszeiten bei Laständerungen.

Das vom Thermalöl angetriebene ORC-Modul liefert 5,0 MW elektrische Leistung, die ins örtliche Netz eingespeist wird. Untypisch für eine ORC-Anlage ist es, dass diese über keinen Wärmeabnehmer verfügt und daher ausschließlich für die Stromerzeugung genutzt wird. Dennoch hat es Kablitz geschafft, eine wirtschaftliche und vor allem langlebige und flexible Anlage zu bauen.
TECHNISCHE DATEN
Menznau
Menznau (Schweiz) Heißgaserzeuger mit Thermalölerhitzer Ein schweizer Holzwerkstoffproduzent plante am Standort Menznau die Energieversorgung der MDF-, und Spanplattenpressen sowie der Trocknerbeheizung auf eine biomassebefeuerte Feststoffverbrennung umzustellen.

Dem Kunden war es hierbei besonders wichtig, zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten im Konzept der Anlage zu berücksichtigen und sie flexibel zu gestalten. Das System besteht aus einem feststoffbefeuerten Heißgaserzeuger, dem ein Thermalölerhitzer in Membranwandkonstruktion nachgeschaltet ist, der stark an einen Wasserrohrkessel erinnert. In der Decke des ersten Erhitzerzuges ist ein vertikaler Staubbrenner installiert, der produktionsbedingte Reststoffe verfeuern und Leistungsspitzen optimal abdecken kann.

Für den Fall, dass die Stromerzeugung zukünftig über eine Dampfturbine realisiert werden soll, sind Feuerung und Thermalölerhitzer darauf ausgelegt, zusätzliche Heizflächen zur Dampferzeugung zu versorgen.
TECHNISCHE DATEN
Smorgon
Smorgon (Belarus) Biomasse-Heizkraftwerk mit
Thermalölerhitzer und Heißwasser Economiser
Am Standort Smorgon hat Kablitz eine Energiezentrale mit Biomasse für eine LVL Plattenproduktion errichtet. Dem Kunden war es hierbei besonders wichtig, zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten im Konzept der Anlage zu berücksichtigen und sie flexibel zu gestalten. Das System besteht aus einem feststoffbefeuerten Thermalölkessel, wobei das Strahlungsteil in Membranwandkonstruktion und das Konvektivteil aus mäanderförmigen Registern besteht. Die Rauchgase werden nach dem Verbrennungsprozess durch den Thermalölkessel geleitet, wo das Thermalöl für die Heizung der Presse sowie andere Verbraucher erwärmt wird. Mit einem nachgeschalteten Heißwasser Economiser wird die Restwärme nach dem Kessel als Prozesswärme genutzt, bevor die Rauchgase in die Rauchgasreinigung und letztendlich in den Kamin gehen.

Die neue Energiezentrale versorgt die Produktion zuverlässig rund um die Uhr. Über die moderne Feuerungsregelung wird die Feuerungsleistung vollautomatisch an die Bedürfnisse der Produktion angepasst, sodass ungewollte Leistungsschwankungen und Stillstände vermieden werden. Durch die Kombination von Rost und Staub-/ Granulatfeuerung können Leistungsspitzen schnell und optimal abgedeckt, sowie produktionsbedingte Reststoffe umweltfreundlich in Energie umgewandelt werden, was ganz nebenbei deutlich die CO2 Bilanz verbessert.
TECHNISCHE DATEN
incheon
Incheon (Korea) Altholz-Dampfkessel mit Thermalölerhitzer Die Herausforderung bei diesem Projekt für einen der größten Holzwerkstoffproduzenten in Korea war es, Produktionsabfälle aus der MDF-Produktion in einer kombinierten Heißdampf-Thermalöl-Kesselanlage mit nur einer gemein- samen Feuerung zu verwerten.

Eine weitere Besonderheit dieser Anlage ist der wassergekühlte Vorschubrost Typ 715, der aufgrund des sehr hohen Heizwerts des Altholzes zum Einsatz kommt.
Kablitz hat eine äußerst flexible Anlage geliefert. Der Kunde kann seine diversen Produktionsabfälle entweder über den wassergekühlten Rost oder die Staub-/Granulatdüsen verbrennen.

Der Dampfkessel liefert Frischdampf für eine Turbine zur Energieerzeugung sowie für Prozesswärme und der Thermalölkessel liefert über eine 300 m lange Ringleitung Wärmeenergie an zwei MDF-Pressen.
Durch die energetische Verwertung der Reststoffe aus der Produktion erzeugt sich der Kunde umweltfreundliche Energie. Er kann mit nur einer Anlage Dampf für seine Stromerzeugung als auch heißes Thermalöl produzieren und dadurch seine Abhängigkeit von Öl reduzieren. Die Kombination aus Rostfeuerung und Staub-/Granulatdüsen erlaubt eine rasche Anpassung der Leistung an Schwankungen der Wärmeabnehmer.
TECHNISCHE DATEN