Für einen der größten Holzwerkstoffproduzenten Koreas erzeugt eine gemeinsame Feuerung aus MDF-Produktionsresten Dampf, Strom und Prozesswärme für den gesamten Standort.
Dampfleistung
elektrische Leistung
Prozesswärmeleistung
Herausforderung
Unterschiedliche Reststoffe – eine gemeinsame Energiequelle.
Für einen der größten Holzwerkstoffproduzenten Koreas entwickelte Kablitz eine Anlage, die Produktionsreste aus der MDF-Fertigung direkt energetisch nutzt.
Bei der MDF-Produktion entstehen unterschiedliche Holzreste, die energetisch genutzt werden sollten. Dafür benötigte der Kunde eine flexible Lösung, die verschiedene Produktionsabfälle mit nur einer gemeinsamen Feuerung zuverlässig verarbeiten kann.
Gleichzeitig sollte die erzeugte Energie möglichst vielseitig eingesetzt werden: für die Stromerzeugung, für Prozesswärme und für die Beheizung der MDF-Pressen. Eine weitere Herausforderung war der hohe Heizwert des Altholzes, der besondere Anforderungen an die Feuerung stellte.

Lösung
Eine Feuerung, viele Möglichkeiten.
Kablitz realisierte eine kombinierte Heißdampf-Thermoöl-Kesselanlage mit einer gemeinsamen Feuerung. Der wassergekühlte Vorschubrost Typ 715 ist speziell für den Einsatz von Brennstoffen mit hohem Heizwert ausgelegt. Zusätzlich ermöglichen Staub- und Granulatdüsen die flexible Verbrennung unterschiedlicher Produktionsreste.
So kann der Kunde seine Reststoffe je nach Beschaffenheit über den Rost oder über die Staub-/Granulatdüsen verwerten.
Energie dort nutzen, wo sie entsteht
Aus Produktionsresten wird Energie für die gesamte Produktion.
Der erzeugte Frischdampf wird unter anderem für eine Turbine zur Stromerzeugung genutzt. Gleichzeitig liefert die Anlage Prozesswärme und versorgt über eine rund 300 Meter lange Ringleitung zwei MDF-Pressen mit Thermoöl.
Damit werden die Produktionsreste direkt am Standort zu nutzbarer Energie – Strom und Wärme entstehen dort, wo sie gebraucht werden.
Flexibilität für wechselnde Anforderungen
Wenn sich der Bedarf verändert, passt sich die Anlage an.
Die Kombination aus Rostfeuerung und Staub-/Granulatdüsen ermöglicht eine schnelle Anpassung der Leistung an unterschiedliche Wärmeabnehmer. Damit kann die Anlage nicht nur verschiedene Produktionsreste verwerten, sondern auch flexibel auf Veränderungen im Energiebedarf reagieren.

Ergebnis
Produktionsreste werden zum eigenen Energieträger.
Mit der Kablitz-Anlage kann der Kunde seine eigenen Produktionsabfälle energetisch nutzen und daraus einen Teil der benötigten Energie für seinen Produktionsstandort gewinnen.
- Eigene Reststoffe nutzenProduktionsabfälle aus der MDF-Fertigung werden nicht einfach entsorgt, sondern zur Energiequelle.
- Flexible BrennstoffnutzungUnterschiedliche Reststoffe können über Rost- sowie Staub-/Granulatfeuerung verarbeitet werden.
- Strom und Wärme aus einer AnlageDie erzeugte Energie steht sowohl für die Stromerzeugung als auch für Prozesswärme zur Verfügung.
- Versorgung der ProduktionThermoöl wird über eine rund 300 Meter lange Ringleitung zu zwei MDF-Pressen transportiert.
- Weniger Abhängigkeit von externen EnergieträgernEin Teil des Energiebedarfs wird aus den eigenen Produktionsresten gedeckt.
- Flexible LeistungDie Anlage passt ihre Leistung an unterschiedliche Wärmeabnehmer und Produktionsbedingungen an.
Die Technik.
Im Detail.
Incheon, Korea
- Brennstoffdurchsatz
- ca. 140.000 t/Jahr
- Dampfleistung
- 64 t/h
- elektrische Leistung
- 9,9 MW
- Prozesswärmeleistung
- 24 MW
- Thermoölleistung
- 7,2 MW
- Feuerungswärmeleistung
- 38,4 MW
- Dampftemperatur
- 425 °C
- Dampfdruck
- 64 bar
- Heizwertbandbreite
- 2,9–5,2 kWh/kg
- Wärmeleitung zu den Produktionsanlagen
- ca. 300 m
- eingesetzte Brennstoffe
- Altholz A I–A IV
Einblicke.
Aus jeder Perspektive.
Ähnliches Projekt besprechen

Nächstes Projekt / 2017
