Häufige Fragen zu Feuerungen, Kesseln und Wärmetauschern
Kurze Antworten zu Kablitz, den eingesetzten Brennstoffen, der Anlagentechnik und dem Ablauf einer Anfrage. Ausführliche Informationen finden Sie jeweils auf der verlinkten Seite.
Die Antworten beschreiben das Leistungsspektrum allgemein. Eignung, Auslegung und technische Werte werden immer für das konkrete Projekt festgelegt.
Unternehmen
Was macht die Richard Kablitz GmbH?
Kablitz plant und baut Feuerungen, Kessel, Wärmetauscher und Heizkraftwerke für Biomasse und Reststoffe – von der einzelnen Komponente bis zur Gesamtanlage. Gießerei und Stahlfertigung gehören zum eigenen Standort in Lauda-Königshofen.
Seit wann gibt es Kablitz und wo ist das Unternehmen ansässig?
Richard Kablitz gründete das Unternehmen 1901 in Riga. 1951 entstand der neue Firmenstandort in Lauda mit eigener Schlosserei und Gießerei; Sitz ist heute Lauda-Königshofen in Baden-Württemberg.
Ja. In der eigenen Gießerei werden unter anderem Grauguss nach DIN EN 1561 und hochlegierte, hitzebeständige Chromstähle wie 1.4777 und 1.4823 vergossen.
Welche Brennstoffe können in Kablitz-Feuerungen eingesetzt werden?
Kablitz-Feuerungen sind für Biomasse wie Holzhackschnitzel, Rinde, Holzstaub und Holzfasern, für landwirtschaftliche Reststoffe wie Stroh, Reishülsen oder Bagasse sowie für aufbereitete Abfallbrennstoffe (RDF/SRF) und Altholz vorgesehen. Ob ein Brennstoff geeignet ist, wird anhand der Brennstoffanalyse und des Anlagenkonzepts geprüft.
Was ist der Unterschied zwischen luftgekühlten und wassergekühlten Rosten?
Beim luftgekühlten Rost kühlt die Verbrennungsluft, die durch Schlitze in den Roststäben strömt, zugleich den Rostbelag. Der wassergekühlte Typ 715 baut auf dem luftgekühlten Vorschubrost Typ 415 auf. Welche Kühlung passt, hängt von den Eigenschaften des Brennstoffs ab.
Welche Energieformen kann eine Kablitz-Anlage bereitstellen?
Je nach Kesseltechnik Prozessdampf, Strom über Dampf, Fernwärme, Heißwasser, Thermalöl oder Heißgas. Kessel und Feuerung werden für den jeweiligen Brennstoff und Einsatz kombiniert.
Ein modularer Wärmetauscher für gasförmige Medien: Gusseiserne Rippenplatten werden zu Taschen verschraubt und zu Blöcken verbunden. Jeder Wärmetauscher wird für die jeweilige Anlage ausgelegt.
Er nutzt Restwärme aus Rauchgas. Heizflächen aus Borosilikatglas und geschützte Stahlteile sind für Wärmerückgewinnung unter korrosiven Bedingungen vorgesehen.
Der Prozess führt von der Brennstoffzufuhr über Feuerung und Kessel bis zur Rauchgasbehandlung; ein Prozessleitsystem verbindet Messwerterfassung, Feuerungsregelung und Visualisierung. Kablitz begleitet die Phasen Planung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und Gewährleistung.
Wie werden Emissionen in einer Biomasseanlage gemindert?
Die Rauchgasbehandlung wird auf Brennstoff und Emissionsanforderungen abgestimmt. Mögliche Bausteine sind Heißgaszyklon, mehrstufige selektive nichtkatalytische Reduktion (SNCR), Verdampfungskühler und Trockensorption.
Bietet Kablitz Service und Ersatzteile auch für Fremdanlagen?
Ja. Wartung, Inspektion, Revisionen, Montage und Umbauten sowie das Ersatzteilprogramm stehen auch Betreibern von Anlagen anderer Hersteller zur Verfügung.
Hilfreich sind Brennstoff, verfügbare Menge, Wassergehalt und der gewünschte Energiebedarf. Sie können die Anfrage aber auch mit unvollständigen Daten senden: Die technischen Felder sind optional, offene Punkte werden im Gespräch geklärt.